Die Südrampe der BLS

Hohtenn - Eggerberg


Am 12. August 1997 war ich bei der BLS zu Gast. Ich wollte die Südrampe der Lötschberglinie erwandern. Von Schaffhausen bis Hohtenn bin ich mit dem Zug gefahren. Ab Hohtenn gibt es einen Wanderpfad bis Lalden, den "Höhenweg Südrampe". Er schlängelt sich am Südhang des Rhonetales fast immer der Bahnlinie entlang, größtenteils auf der ehemaligen Dienstbahntrasse. An vielen Stellen hat man einen tollen Blick auf die Strecke, teilweise ist der Ausblick aber leider auch zugewachsen. An jenem Tag war es sehr heiß und die Sonne knallte erbarmungslos auf die Wanderer herab. Trotzdem möchte ich den Tag nicht vermissen.

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Die Wanderung begann in Hohtenn. Bis zum Luogelkinviadukt sind es etwa 400m Fußweg und ein kurzer Anstieg.
Die Brücke wurde in den Jahren 1911 bis 1912 als eingleisiges, gemauertes Viadukt erbaut. In den Jahren 1986 - 1988 erhielt die Brücke im Zuge des Doppelspurausbaus der Südrampe einen Anbau an der Talseite aus Stahlbeton, den die BLS jedoch mit Bruchsteinen verkleiden ließ. Das Luogelkinviadukt ist 123m lang und ca. 50m hoch.

465 010 ist Zugpferd am IC 870 (Brig-Basel), der um 11.14 Uhr auf Bergfahrt gleich im Luogelkintunnel verschwinden wird.

Bei der Rarnerkumme, so wird der Steilhang oberhalb Raron genannt, fährt der Regionalzug 3570 in Richtung Brig. Auf der rechten Bildseite ist noch ein Teil des Wärterhauses 15 zu sehen.

Um 12.45 Uhr überquert der IC 871 (Brig-Basel) den Viadukt (oben).
Gleich darauf folgt der Regionalzug 3571 (unten).

Technische Daten des Bietschtalviadukts:

Baubeginn:

Mai 1911

Belastungsprobe:

11. Juni 1913

Doppelspurausbau:

1983 - 1985

Stützweite Vorbrücken:

35 m

Stützweite Fachwerkbogen:

96 m

Höhe:

78 m

Kurvenradius:

300 m

Steigung:

22,2 Promille

Anzahl Nieten:

mindestens 125 000

Heutiges Gewicht:

1400 t

Erbauer:

Albert Buss AG, Basel

Quelle: Eisenbahn-Journal Spezial 1/98

Noch einmal das Bietschtalviadukt. Geführt von einer Re 6/6 der SBB überquert um 13.30 Uhr der EC 90 (Milano-Basel-Brüssel) das Bietschtal.

Auch die Triebwagen der Reihe ETR 470 sind auf der Lötschbergbahn heimisch. Dieser Cisalpino fährt von Milano nach Basel.

Der Regionalzug 3576 (Brig-Goppenstein) macht um 14.01 Uhr Halt in Ausserberg.

An Ausserberg vorbei, schleppt sich ein Autozug bergwärts in Richtung Bern.


Das Baltschiederviadukt, in der Nähe von Eggen, wird vom EC 100 "Matterhorn" (Brig-Basel-Köln) überquert.

Technische Daten des Baltschiederviadukts:

Baubeginn:

Mai 1911

Belastungsprobe:

11. Juni 1913

Doppelspurausbau:

1986 - 1988

Länge talseitig (Vorspannbeton):

103 m

Länge bergseitig (Mauerwerk):

53 m

Länge bergseitig (Beton):

50 m

Länge Lehnenviadukt:

78 m

Höhe:

54 m

Kurvenradius:

360 m

Steigung:

23,6 Promille

Gewicht Fachwerk: (Abbruch 1988)

188 t

Erbauer 1911:

Wartmann, Vallette & Cie., Brugg

Erbauer 1988:

Ed. Züblin AG, Sitten

Quelle: Eisenbahn-Journal Spezial 1/98

Die Haltestelle Eggerberg liegt direkt am Eggerbergtunnel. Aus der 792 m langen Röhre taucht eben eine RE 4/4 mit dem IC 879 (Basel-Brig) auf.

Mit dem Regionalzug 3580, gebildet aus ABDe 4/8 754, fahre ich zurück nach Goppenstein.

Um 16.01 Uhr macht der Zug in Ausserberg halt. Dort steht Te 2/3 Nr. 31 für Rangierarbeiten bereit.
Zwei dieser Lokomotiven wurden aus den 1925 gebauten Triebwagen CFe 2/6 784 und 785 im Jahr 1956 umgebaut und erhielten die Nummern 31 und 32.

Mit diesem Bild der RE 4/4 193, die in Goppenstein einen Autozug in den Lötschbergtunnel schiebt, verabschiede ich mich von der BLS und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute.


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