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Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Laufen im Jahr 793, als dem Kloster St.Gallen Güter in
"Luofo" geschenkt wurden. Die Urkunde welche von diesen Vorgängen berichtet, wird noch heute dort
aufbewahrt.
Der Name unseres Ortes (früher Laufo) ist aus dem Althochdeutschen abgeleitet und deutet auf Flußschnellen
oder Wasserfälle hin.
Wahrscheinlich war es nur eine Mühlensiedlung und wurde erst nach 800 vom Kloster Sankt Gallen erweitert. Bis
um 1200 gehörte der größte Teil des landwirtschaftlichen Bodens zu den sieben Huben
(frühere Bezeichnung für Bauerngüter), die das
Kloster in Laufen besaß, und von etwa 12 Bauern bezog es Zinsen. Trotz des großen Grundbesitzes, den
Sankt Gallen in Laufen besaß, gelang es nicht, eine eigene Pfarrei zu gründen. Denkbar wäre, dass
sie gegen die Herren der Pfarrei Burgfelden nicht ankamen. Sogar ihre Wittum (Gut
welches die Braut vom Bräutigam bekam zur Versorgung im Wittwenstande) auf Laufener Boden kam in die
Hände der Pfarrei Burgfelden.
Im 13. Jahrhundert entwickelte sich die Herrschaft Schalksburg kräftig. Infolge von Kriegen kam sie mit den an
Balingen angrenzenden Gebieten an die Grafen von Zollern. Diese Herrschaft, mit Grafenrechten ausgestattet, wurde
einer Seitenlinie, den Grafen von Zollern und Herren von Schalksburg, überlassen.
Am 5. Juli 1403 stiftete Graf Friedrich von Zollern, genannt Mülli, für seinen Sohn, selig Graf Friedrich,
für sich selbst, für seine Frau, eine Gräfin von Kyburg, und für all seine Vorfahren und
Nachkommen einen Jahrtag, indem er dem Kloster Wittichen den Zoll in seinem Dorf Laufen überließ.
Schon im Herbst desselben Jahres verkaufte er die Feste Schalksburg mit allen dazugehörigen Herrschaften für
28 000 Gulden an die Grafen von Württemberg. Es müssen wohl schwere Zerwürfnisse mit den
Blutsverwandten derer von Zollern bestanden haben. Denn es wurde erzählt, dass, als die Leiche des verstorbenen
jungen Grafen Friedrich am Zollem vorbei Richtung Kloster Stetten geführt wurde, hätte die Burgbesatzung
des Zollem dem Sarg nicht die nötigen Ehrenbezeigungen erwiesen, sondern. zum großen Ärger der
Leidtragenden, ihre Trommeln nicht gedämpft. Auf diesen Vorfall hin hätte sich Graf Friedrich entschlossen,
die Zollern um ihre Erbschaft zu bringen. Um die Rechtsgültigkeit des Verkaufs zu vervollständigen,
bezeugten Graf Friedrich und seine Frau sowie der württembergische Bevollmächtigte, Heinrich von
Gültlingen, vor dem Hofgericht in Rottweil, dass die Herrschaft an den Grafen von Württemberg verkauft
worden wäre. Mit den damals üblichen Rechtsförmlichkeiten, der Graf nämlich mit Hand und Mund,
seine Frau mit Zopf und Brust sowie der Hand des Vogtes, übergaben sie den Besitz an den Bevollmächtigten.
Auf der hiesigen Markung waren einst noch zwei Siedlungen. In der Gegend des Bahnhofs die Siedlung
"ze Waldhusen", später "uff Waldhauser". Heute heißen die beiden
Ösche (Gebiete) "Ober- und Unterwaldhausen". Die
zweite Siedlung "Hauboldshausen" wird oberhalb Laufens vermutet. Beide Siedlungen waren aber schon vor
1400 verschwunden.
Am Südhang des Heersberges fanden sich noch Reste einer Burg, über die keinerlei Nachrichten mehr vorliegen.
Vielleicht handelte es sich um den Sitz unbekannter Ortsherren, die im 13. oder 14. Jahrhundert dort wohnten.
Zwei alte Fluren tragen den Namen "Neben dem Steinhaus" und "Beim Steinhauserweg". Sie lassen
darauf schließen, daß in der Nähe der Eyach, wo sie in einer Schlinge das Tal durchzieht, ein
Steinhaus gestanden hatte. Vielleicht hing dies mit dem Zoll zusammen, der an der Eyachbrücke auf der
Straße Balingen-Ebingen erhoben wurde. Möglich wäre es auch, daß die Ortsherren, die später
die Burg am Heersberg erbauten, zuerst in diesem Steinhaus an der Eyach gesessen haben.
Beinahe 1200 Jahre hat sich dieses Laufen, haben sich diese Laufener, so armselig sie auch an Materiellem waren, in
allen Zeiten durchgebissen. Die Urahnen würden sagen, daß ihre Urenkel heute besser leben als die
Fürsten (damals). Dennoch haben sie ihre Selbständigkeit im Zuge der Gemeindereform aufgegeben. Am
1. Mai 1973 wurde Laufen ein Stadtteil Ebingens. Die Flächenstadt "Albstadt" wurde aus dem Denken
der damaligen Zeit, daß größere Verwaltungseinheiten besser für den Bürger wären,
1975 geboren. Unser Stadtteil heißt seitdem "Albstadt-Laufen".
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